Otto Müller Omnisbusbetrieb GmbH & Co. KG

Der traditionsreiche Omnibusbetrieb der Doppelstadt hat am 11.04.2018 beim Amtsgericht Dessau–Roßlau einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hintergrund dieses Insolvenzantrages ist, dass die Dessauer Verkehrs GmbH mit Wirkung ab dem 01.05.2018 für die Gesellschaft ganz wesentliche Leistungen der Personenbeförderung kurzfristig an einen überregionalen Mitbewerber neu vergeben hat. Das Unternehmen hat hierdurch ca. 90 % ihres Auftragsvolumens verloren. Aufgrund dieser erst Ende des Monats März 2018 bekannt gegebenen Entscheidung der Dessauer Verkehrs GmbH war es dem Busunternehmen binnen kurzer Frist nicht möglich, seine Kostenstruktur an diesen Umsatzrückgang anzupassen.

Das Insolvenzverfahren soll nunmehr dazu dienen, den Geschäftsbetrieb zunächst bis zum 30.04.2018 fortzuführen und sodann geordnet einzustellen.

Das Amtsgericht Dessau–Roßlau hat Herrn Dipl.-Wirtschaftsjurist Nico Kämpfert als vorläufigen Insolvenzverwalter mit der Aufgabe betraut, dieses Vorgehen zu begleiten. Nach der inzwischen auch erfolgten Information der achtzehn Mitarbeiter des Unternehmens geht der vorläufige Insolvenzverwalter davon aus, dass der Betrieb bis zum 30.04.2018 vollumfänglich und ordnungsgemäß fortgeführt wird. Sodann wird der Betrieb eingestellt. „Nach derzeitigem Stand gibt es für das Unternehmen über den 30.04.2018 hinaus keine nachhaltige Perspektive. Der kurzfristige Wegfall ganz wesentlicher Aufträge im Personennahverkehr kann nicht kompensiert werden. Dennoch möchte ich gemeinsam mit der Belegschaft den Betrieb zunächst noch ordentlich und unter Bedienung aller beauftragten Linienbusverbindungen fortführen. Im Anschluss wird es meine Aufgabe sein, den Betrieb ordnungsgemäß einzustellen.“ skizziert Nico Kämpfert die Gründe des Insolvenzantrages und den wesentlichen Inhalt seiner Tätigkeit. 

Der Betrieb Otto Müller wurde am 01.07.1934 gegründet und blickt auf eine bewegte Unternehmensgeschichte zurück. Nachdem in den 30er und 40er-Jahren der Güterverkehr im Fokus der unternehmerischen Tätigkeit stand, erfolgte in den Jahren 1952/53 die Umstellung auf den Personenverkehr. Nach der Enteignung im Mai 1972 sowie der Reprivatisierung Anfang der 90er-Jahre war das Unternehmen zuletzt schwerpunktmäßig im regionalen Personennahverkehr tätig. Aufgrund verschiedener Gebietsreformen des Altkreises Roßlau bzw. des Landkreises Anhalt–Zerbst musste sich der Betrieb sukzessive verkleinern und auf den Linienbusbetrieb der Stadt Dessau–Roßlau konzentrieren. Seit dem 01.07.2017 war man nahezu ausschließlich im Auftrag der Dessauer Verkehrs GmbH tätig. 

Diplom-Wirtschaftsjurist Nico Kämpfert ist Partner der auf Unternehmenssanierungen spezialisierten Insolvenzverwaltung Müller & Rautmann mit Standorten in Berlin, Düsseldorf, Halle (Saale), Hannover, Magdeburg und Stuttgart. Die umfangreichen und langjährigen Erfahrungen der Kanzlei sowie die Zusammenführung von juristischer und betriebswirtschaftlicher Kompetenz haben sich vielfach bei der Gestaltung von Unternehmenssanierungen als auch bei der Bearbeitung von Großinsolvenzen bewährt. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten gehören insbesondere die Sanierungen im Zuge von Insolvenzplanverfahren. Herr Diplom-Wirtschaftsjurist Nico Kämpfert ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Neuen Insolvenzverwaltervereinigung Deutschlands e.V. (NIVD).

Diplom-Wirtschaftsjurist Nico Kämpfert
Müller & Rautmann Insolvenzverwaltung
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