Nach der DRK-Insolvenz: Mitarbeiter sollen mehr Gehalt bekommen

Dessau - Im Zuge der Neuaufstellung will das DRK Dessau-Roßlau als Arbeitgeber attraktiver werden. Für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes ist jetzt ein Haustarifvertrag abgeschlossen worden, der höhere Gehälter vorsieht.

Das hat der Insolvenzverwalter Nico Kämpfert mitgeteilt. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes hatte im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet, das Verfahren soll Anfang 2018 abgeschlossen werden.

Als „Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit des DRK als Arbeitgeber und Leistungserbringer“ schätzt Kämpfert den Tarifabschluss ein. Er soll bei der weiteren Sanierung des Kreisverbandes helfen, weil so Fachpersonal besser gewonnen und gebunden werden kann.

„Das DRK als Arbeitgeber muss attraktiv sein und bleiben“

„Auf einem deutlich arbeitnehmerorientierten Arbeitsmarkt muss das DRK als Arbeitgeber attraktiv sein und bleiben. Der neue Tarifvertrag schafft die Voraussetzungen für diese Konkurrenzfähigkeit.“

Für die Mitarbeiter im Rettungsdienst sind zwei Stufen der Erhöhung geplant: mit der ersten rückwirkend zum 1. Juli sind Steigerungen bis zu 13 Prozent vorgesehen, ab Januar dann erneut bis zu 13,7 Prozent - abhängig von der jeweiligen Entgeltgruppe. Ausgehandelt worden war der Vertrag mit der Gewerkschaft Verdi. Er soll noch erweitert werden um weitere Geschäftsbereiche.

Tarifvertrag des DRK war in den vergangenen Jahren nicht mehr angepasst worden

Zuvor waren die Mitarbeiter überwiegend auf der Grundlage eines älteren DRK-Tarifvertrages entlohnt worden, der „in den vergangenen Jahren nicht mehr angepasst wurde und damit auch nicht mehr zeitgemäß war“, so Kämpfert. Der neue Vertrag orientiere sich an einem Reform-Tarifvertrag des Deutschen Roten Kreuzes auf Bundesebene und habe deshalb „richtungsweisenden Charakter“.

Der neue Geschäftsführer Ralf Zaizek sieht den Kreisverband mit dem Tarifabschluss gestärkt. „Was lange währt, wird endlich gut. Jetzt kann die Neuausrichtung auf einer sicheren Grundlage weiter vorangetrieben werden.“

Das Insolvenzverfahren des DRK Dessau-Roßlau war im September 2016 eröffnet worden. Grund waren Managementfehler, am Ende standen Verbindlichkeiten von knapp einer Million Euro.

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