Rettungsdienst Burgenland - Retter streiten über schlechte Arbeitsbedingungen

Weißenfels - Nach der Insolvenz der gemeinnützigen Rettungsdienst Burgenland GmbH ist im Netz eine Diskussion über die Arbeitsbedingungen bei dem Unternehmen entfacht. Einen Artikel der Mitteldeutschen Zeitung nahmen Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter als Anlass, um öffentlich via Facebook vermeintliche Missstände anzuprangern und schwere Vorwürfe zu erheben - auch gegeneinander.

Kern des Streits bleibt die Auslegung der Arbeitszeit bei dem Rettungsdienst. Mitarbeiter aus Weißenfels haben vor dem zuständigen Arbeitsgericht einen Erfolg erzielt und auf der Vergütung ihrer Überstunden bestanden. Nachdem ein Vergleich scheiterte hat das Unternehmen nun vorsorglich Insolvenz angemeldet. Denn die gemeinnützige GmbH verfügt über keine finanziellen Rücklagen, um die im Raum stehende Forderung von insgesamt 1,2 Millionen Euro zu zahlen.

User fordert lückenlose Aufklärung der Vorgänge bei der Rettungsdienst Burgenland gGmbH

Auch die hinter dem Rettungsdienst Burgenland stehenden Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes Weißenfels und Naumburg/Nebra geraten zunehmend in die Kritik. „Diesen großen Wohlfahrtsverbänden sollte man endlich auf die Finger hauen“, schreibt eine Nutzerin. Andere fordern eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge bei der Rettungsdienst Burgenland gGmbH. „Man kann nur hoffen, dass mit der Insolvenz - und das sollte man von einem Sachverständigen schon erwarten können - die wahren Gründe und Ursachen aufgedeckt werden“, schreibt ein Nutzer. Unterdessen bemüht sich ein der Geschäftsführung des insolventen Unternehmens zur Seite gestellter Sachwalter darum, die Firma fit für die Zukunft zu machen. Er wolle sich bemühen, die Mitarbeiter zu einem Gesamtvergleich zu motivieren, hat Nico Kämpfert bereits vergangene Woche erklärt. Das deutet darauf hin, dass die Mitarbeiter als große Gläubigergruppe wohl auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen.

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